{"id":132,"date":"2020-07-16T23:26:43","date_gmt":"2020-07-16T23:26:43","guid":{"rendered":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/?page_id=132"},"modified":"2020-12-11T12:15:38","modified_gmt":"2020-12-11T12:15:38","slug":"willi-muenzenberg","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/karte\/willi-muenzenberg","title":{"rendered":"Willi M\u00fcnzenberg"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antikoloniale Bewegungen in den 1920er Jahren<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-right wp-block-heading\">Johanna Staden<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-druckgrafik.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-238\" width=\"580\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-druckgrafik.jpg 602w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-druckgrafik-300x300.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-druckgrafik-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/julia-mayer-195529196\/willi-munzenberg\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/soundcloud.com\/julia-mayer-195529196\/willi-munzenberg\"><strong>Zum Podcast<\/strong><\/a><\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer war Willi M\u00fcnzenberg?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn man sich mit dem Thema Kolonialismus in der Zeit der Weimarer Republik auseinandersetzt, muss auch das Engagement antikolonialer Bewegungen betrachtet werden. Die Existenz dieser Organisationen beweist, dass der koloniale Gedanke auch in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern nicht nur Bef\u00fcrworter hatte. In zahlreichen kolonisierten L\u00e4ndern wurde erbittert Widerstand geleistet. Es gab aber auch in Europa kein geschlossenes Meinungsbild. Gerade aus sozialistischen Bewegungen gab es zahlreiche Impulse, sich auch transnational zu verb\u00fcnden. Willi M\u00fcnzenberg war ein zentraler Protagonist dieser Bewegung mit einem lokalen Hintergrund. Ein wichtiger Verfechter des Antikolonialismus der 1920er in der Weimarer Republik war der aus Erfurt stammende Willi M\u00fcnzenberg. Als einflussreiches Mitglied der Kommunistischen Internationale organisierte M\u00fcnzenberg beispielsweise antikoloniale Kongresse. In Erfurt wurde zur Erinnerung an Willi M\u00fcnzenbergs Wirken als Publizist im Widerstand gegen Hitler und Stalin eine Gedenktafel an das Haus angebracht, welches sich an der Stelle seines Geburtshauses befand. Das Weimarer <em>Druckgrafische Museum Pavillon-Presse <\/em>veranstaltete im Jahr 2015 eine Ausstellung \u00fcber Willi M\u00fcnzenberg. Diese multimediale Ausstellung zeigte Druckerzeugnisse, wie Typografien, Fotos und Film, die zur Verbreitung des Solidarit\u00e4tsgedanken auf Massenbasis weltweit beitrugen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Im Fokus der Ausstellung steht die Frage nach den \u00e4sthetischen Wurzeln einer bis heute \u00fcberzeugenden Gestaltung, die noch immer die Massensuggestion anspricht<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Demnach n\u00e4herte sich die Ausstellung der Person Willi M\u00fcnzenberg von formaler Seite, indem sein antifaschistisches Wirken als Medienmacher und seinen Einfluss durch die Verbreitung von Medien betrachtete. Als Station f\u00fcr die Stadtf\u00fchrung bietet das Museum die M\u00f6glichkeit der Erinnerung an M\u00fcnzenbergs antikoloniale T\u00e4tigkeit in den 1920er Jahren, die in der Ausstellung nicht erw\u00e4hnt wurden. Wie gelang es M\u00fcnzenberg als Leiter des zweitgr\u00f6\u00dften Medienunternehmens der Weimarer Republik Widerstand gegen die Kolonialm\u00e4chte zu leisten? Auf welchen Wegen verbreiteten sich antikoloniale Ideen? Und wer war Willi M\u00fcnzenberg?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kindheit und Jugend<\/h2>\n\n\n\n<p>Willi M\u00fcnzenberg wurde am 14. August 1889 in Erfurt geboren. Er wuchs in \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen als j\u00fcngstes Kind von vier Kindern auf<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Die Mutter starb bereits bevor er 5 Jahre alt war und seine Kindheit war zum Teil von der harten Erziehung durch den Vater gepr\u00e4gt. Der junge Willi M\u00fcnzenberg schien die Dorfschule nicht sehr regelm\u00e4\u00dfig besucht zu haben.1904 begann er eine Lehre als Barbier<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Engagement in der Sozialistischen Jugend<\/h2>\n\n\n\n<p>Erste Kontakte zur sozialistischen Jugendbewegung kn\u00fcpfte er im Jahre 1906, bereits zwei Jahre sp\u00e4ter war er Delegierter Erfurts am Berliner Kongress der Sozialistischen Jugend<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. M\u00fcnzenberg verbrachte die kommenden Jahre in der Schweiz, wo er unter anderem bei einer Apotheke angestellt war. W\u00e4hrend seiner Zeit in der Schweiz, wurde er von 1914-1918 Sekret\u00e4r der sozialistischen Jugend und er hatte erstmals Kontakte zu Wladimir Iljitsch Lenin<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mitglied der KPD und Vorsitz der Kommunistische Jugendinternationale<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem M\u00fcnzenberg der Schweiz verwiesen wurde, trat er 1919 der KPD (Kommunistischen Partei Deutschland) ein und wurde Vorsitzender der Kommunistischen Jugendinternationale<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>. Willi M\u00fcnzenberg war von 1924-1933 Mitglied des Zentralkomitees und Reichstagsabgeordneter der KPD. Als Leiter der Kommunistischen Jugendinternationale entstanden Kontakte zur Zweiten Internationale. M\u00fcnzenberg reiste \u201eSechs Jahre sp\u00e4ter, [\u2026] als Delegierter des dritten Komintern-Kongresses nach Moskau [\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>. Die Gr\u00fcndung der Komintern (Kommunistische Internationale) vollzog sich im Jahre 1919, mit dem Ziel \u201eals Zusammenschluss aller kommunistischen Parteien der Welt mit dem Ziel, die Idee des Kommunismus zu f\u00f6rdern und zu verbreiten. 1943 wurde sie aufgel\u00f6st\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Gr\u00fcndung der Internationalen Arbeiterhilfe<\/h2>\n\n\n\n<p>In Moskau erhielt M\u00fcnzenberg von Lenin im Jahr 1921 den Auftrag, sich im Westen f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Hungersnot in Russland einzusetzen. Dies f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH): So gr\u00fcndete M\u00fcnzenberg seine erste politische Organisation. Diese Hilfsorganisation existierte nun in mehreren L\u00e4ndern und war Herausgeber von Zeitschriften, Zeitungen und gr\u00fcndete Kinderheime und Volksk\u00fcchen. Au\u00dferdem leistete sie Unterst\u00fctzung f\u00fcr Streikende<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>. 1921 wurde die Illustrierte <em>Sowjetru\u00dfland im Bild<\/em> gegr\u00fcndet, die ab 1926 in <em>Arbeiter-Illustrierte-Zeitung<\/em> umbenannt wurde<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>. Der AIZ gelang es in den 1930er w\u00f6chentlich eine Auflage von 420000 Exemplaren herauszubringen, dementsprechend relevant war sie f\u00fcr die kommunistische Bewegung unverzichtbar<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00fcnzenbergs Medienunternehmen<\/h2>\n\n\n\n<p>M\u00fcnzenbergs antikoloniales Engagement verbreitete sich von Berlin aus, dort befand sich das Haus seines Medienunternehmens. Hier war nicht nur der Sitz des <em>Neue[n] Deutsche[n] Verlag[s]<\/em>, den M\u00fcnzenberg leitete, sondern auch die Gesch\u00e4ftsstelle der IAH, \u201eferner die Redaktion der einflussreichen Wochenzeitschrift <em>Arbeiter Illustrierte Zeitung AIZ<\/em>, deren Chefredakteur ebenfalls Willi M\u00fcnzenberg war\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>. Sowjetische Filme wurden durch M\u00fcnzenbergs Verleihgesellschaft <em>Prometheus Film<\/em> und der <em>Weltfilm<\/em> vertrieben. So initiiert er die Auff\u00fchrung des Films <em>Panzerkreuzer Potemkin<\/em> (1925) von Sergej Eisenstein<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung der Arbeiter in China und die Gr\u00fcndung der Liga gegen Kolonialismus<\/h2>\n\n\n\n<p>Die vor\u00fcbergehende Verbesserung der wirtschaftlichen Situation sorgte 1924 daf\u00fcr, dass die IAH in Deutschland nicht mehr notwendig war, als Folge dessen konzentrierte M\u00fcnzenberg die Hilfst\u00e4tigkeiten auf andere L\u00e4nder, die sich in einer prek\u00e4ren Lage befanden<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>. Der 1925 in Shanghai entstandene Lohnstreik gegen japanische Textilfabriken, wurde durch den Eingriff englischer Truppen zum Generalstreik. Dieser dehnte sich auf weitere chinesische St\u00e4dte aus und es gab nationale Proteste gegen ausl\u00e4ndische Kapitalisten, diese hatten einen \u201eHandelsboykott gegen die Kronkolonie Hongkong\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> zur Folge. Die Proteste der Bewegung wurden gewaltsam niedergeschlagen, sodass es in Reaktion darauf zu Solidarisierungen mit der chinesischen Bev\u00f6lkerung kam. Aus der IAH in Berlin ging eine <em>Liga gegen Kolonialismus<\/em> hervor, welche von den deutschen Beh\u00f6rden kritisch betrachtet wurde. Es gab zahlreiche Versuche des Reichswehrministeriums Spione in die Liga einzuschleusen. M\u00fcnzenberg versuchte die IGB (Internationaler Gewerkschaftsbund) zum Handeln in China zu bringen, jedoch ohne Erfolg. Der britische Gewerkschaftsbund setzte sich f\u00fcr eine internationale Hilfe f\u00fcr China ein<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>. In der Weimarer Republik wurden die Mitglieder einiger kolonialer Freiheitsbewegungen zumindest geduldet<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>. M\u00fcnzenberg akquirierte Fachverb\u00e4nde aus Norwegen und \u00d6sterreich f\u00fcr das Projekt in China, welches auf die Unterst\u00fctzung der chinesischen Bev\u00f6lkerung abzielte. Durch die finanzielle Unterst\u00fctzung russischer Gewerkschaften konnte die Sektion der IAH in Peking 25000 US-Dollar f\u00fcr Lebensmittel und Kleidung zur Verf\u00fcgung stellen. M\u00fcnzenberg \u00e4u\u00dferte sich hierzu folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eTrotz dieser verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstigen Resultate liegt doch bei dieser Aktion die gr\u00f6\u00dfere Bedeutung in der moralischen und kulturpolitischen Hilfe, die die IAH durch ihre Aktion dem um seine nationale und soziale Freiheit ringenden chinesischen Volk\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><strong>[19]<\/strong><\/a>.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>M\u00fcnzenberg organisierte 1925 in Berlin einen Kongress mit dem Ziel \u201edas westliche Proletariat mit dem Proletariat des Ostens zu verbinden\u201c<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antikoloniale Konferenzen und die Gr\u00fcndung der Liga gegen Kolonialgreuel und Unterdr\u00fcckung<\/h2>\n\n\n\n<p>Westliche Liberale sahen die Herrschaft der Kolonialm\u00e4chte \u00fcber die Kolonien besonders kritisch, denn f\u00fcr sie \u201ebildeten die Kolonien das flagranteste Beispiel f\u00fcr die r\u00fccksichtslose Ausbeutung des Menschen durch den Menschen\u201c<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a>. Die Komintern hatte bereits 1920 in Baku und 1921\/22 Irkutsk und Moskau versucht, Vertreter unterschiedlicher Freiheitsbewegungen in Kongressen zu vereinigen, jedoch ohne Erfolg. M\u00fcnzenberg verk\u00fcndete 1926 in einem Artikel, dass in Deutschland eine Liga gegen Kolonialgreuel und Unterdr\u00fcckung entstanden sei: \u201eSie beabsichtigte, die Vertreter kolonialer und halbkolonialer L\u00e4nder zu einer internationalen Konferenz nach Br\u00fcssel einzuladen\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a>. M\u00fcnzenberg war der \u00dcberzeugung: \u201edie ,Verdammten dieser Erde\u2018 umfa\u00dften [sic!] f\u00fcr ihn alle Hautfarben und Rassen\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a>, dementsprechend war sein Engagement im Antikolonialismus nicht nur durch die Vorstellung der Zukunftsvision einer sozialistischen Herrschaft geschuldet. Beim Br\u00fcsseler Kongress wurde die Liga gegen Imperialismus und f\u00fcr nationale Unabh\u00e4ngigkeit (LAI) in Leben gerufen, der der F\u00f6rderung der internationalen Beziehungen antikolonialer Bewegungen diente<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a>. Neben der LAI wurden weitere Konferenzen ausgerichtet, wie der Kongress gegen koloniale Unterdr\u00fcckung in Br\u00fcssel oder die panafrikanischen und panasiatischen Konferenzen, die als \u201eGegengewicht zum V\u00f6lkerbund sowie zu den Kolonialm\u00e4chten\u201c<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> dienen sollten. 1933 trat M\u00fcnzenberg aus der LAI aus, dessen Sekretariat er geleitetet hatte.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Teilnehmer der Konferenz in Br\u00fcssel<\/h2>\n\n\n\n<p>Zu den Teilnehmern der ersten Konferenz, die 1927 stattfand, geh\u00f6rten Gross zufolge \u201eHinduprinzen, Gener\u00e4le der Kuomintang, F\u00fchrer asiatischer Freiheitsbewegungen und Gewerkschaftsfunktion\u00e4re aus Asien, Afrika, S\u00fcdamerika und Ozeanien trafen sich zum erstenmal [sic!] mit Politikern aus dem liberalen, sozialistischen und kommunistischen Lager Europas und Amerikas\u201c<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a>. Dementsprechend waren die Teilnehmer wichtige Intellektuelle und Mitglieder aus den drei wichtigsten antikolonialen Str\u00f6mungen nach dem Ersten Weltkrieg<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a>. Die Politik der Kolonialm\u00e4chte konnte durch diese Konferenzen nicht wirklich beeinflussen, nichtsdestotrotz waren sie relevant f\u00fcr die Vernetzung internationaler antikolonialer Kr\u00e4fte. Die Bedeutung von \u00d6ffentlichkeitsarbeit zur Akquise neuer Konferenzmitglieder wurde erkannt<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a>. In der von Babette Gross verfassten Biografie \u00fcber Willi M\u00fcnzenberg wird M\u00fcnzenbergs Abschlussrede, in der er eine positive Bilanz des Kongresses zieht, zusammengefasst. Gross zufolge scheint M\u00fcnzenberg \u201e[\u2026] die Umrisse der Entwicklung f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte zu erkennen, die [\u2026] die Befreiung der kolonialen und halbkolonialen L\u00e4nder \u2026 bringen werden\u201c<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a>. Das Ziel \u201e[\u2026] durch Organisierung des menschlichen Willens die Entwicklung zu beschleunigen und die Freiheit f\u00fcr die V\u00f6lker rascher herbeizuf\u00fchren<sup>\u201c<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> <\/sup>wird au\u00dferdem in der Rede formuliert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Angriffe auf die Liga gegen Kolonialgreuel und Unterdr\u00fcckung<\/h2>\n\n\n\n<p>1926 wurde ein Organisationskommitee durch die <em>Liga gegen Kolonialgreuel und Unterdr\u00fcckung<\/em> (LgKU) gegr\u00fcndet. M\u00fcnzenberg leitete mit dem indischen Journalisten Virendranath Chattopadhyaya und Luis Otto Gibarti das Komitee, welches f\u00fcr die Planung antikolonialer Kr\u00e4fte zust\u00e4ndig war<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a>. Chattopadhyaya war nach dem Ersten Weltkrieg ein aktiver Unterst\u00fctzer des Freiheitskampfes gegen die englische Kolonialherrschaft in Indien<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a>. Die Kolonialm\u00e4chte sahen sich durch diese Liga bedroht und setzten polizeiliche Gegenma\u00dfnahmen ein<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a>. Es wurden britische Delegierte der Liga verhaftet, die nach Indien reisen wollten, au\u00dferdem wurde die belgische Regierung gezielt dazu gedr\u00e4ngt eine weitere Konferenz der Liga in Belgien zu verbieten<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Einfluss der Situation in China auf die LgKU<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Situation in China beeinflusste die zuk\u00fcnftige Entwicklung der Liga, denn streikende Arbeiter besetzten am 20. M\u00e4rz 1927 Shanghai. Hintergrund war folgender: Durch Sun Yatsen wurde die Guomindang im Jahr 1921 gebildet. Die Gr\u00fcndung der chinesische KP (Kommunistische Partei) vollzog sich dem Historiker Thoralf Klein zufolge im gleichen Jahr und \u201eMit sowjetrussischer Unterst\u00fctzung gingen beide Parteien 1923 ein Zweckb\u00fcndnis ein, in dem die nach leninistischem Vorbild als Kaderpartei reorganisierte GMD der st\u00e4rkere Partner war\u201c<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a>. Die gewaltsame Unterdr\u00fcckung der Kommunisten durch Suns Nachfolger Chiang Kaishek hatten viele Todesopfer zur Folge und war \u201edas Startsignal f\u00fcr einen zehnj\u00e4hrigen B\u00fcrgerkrieg zwischen Nationalisten und Kommunisten\u201c<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a>. Gross zufolge verloren die kommunistischen Gewerkschaften ihre Macht und Stalins Chinapolitik hatte sich als aussichtlos erwiesen und war somit beendet<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a>. M\u00fcnzenberg musste einsehen, dass die Kooperation mit b\u00fcrgerlichen nationalrevolution\u00e4ren Parteien zuk\u00fcnftig problematisch sein w\u00fcrde<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a>. Die Liga trat jedoch weiterhin in Kolonien auf, in denen sich ihre Vertreter aufgehalten hatten. Der letzte Kongress der Liga fand am 21. Juni 1929 in Frankfurt am Main statt. Die Liga wurde im Folgenden f\u00fcr die Kampagnen der Komintern genutzt und war nicht mehr l\u00e4nger eine unabh\u00e4ngige Bewegung<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist festzustellen, dass M\u00fcnzenbergs Engagement im Antikolonialismus auf unterschiedlichen Weisen deutlich wurde: Einerseits in der Organisation von Kongressen und andererseits in der Gr\u00fcndung der Liga. Wie schon festgestellt wurde, spielte dabei auch sein Medienunternehmen eine gro\u00dfe Rolle, da sich dadurch die Solidarit\u00e4tsgedanken verbreiten konnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anhang<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"868\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-01-868x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-134\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-01-868x1024.jpg 868w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-01-254x300.jpg 254w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-01-768x906.jpg 768w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-01.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 868px) 100vw, 868px\" \/><figcaption>Abbildung 1: Willi M\u00fcnzenberg, 1931<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"346\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-02.jpg\" alt=\"Ein Bild, das Person, Foto, Mann, stehend enth\u00e4lt.\n\nAutomatisch generierte Beschreibung\" class=\"wp-image-135\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-02.jpg 500w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-02-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Abbildung 2: Willi M\u00fcnzenberg (Mitte) mit James W. Ford (links) und Ti\u00e9moko Garan Kouyat\u00e9 (rechts) beim 2. Kongress der Liga gegen Imperialismus und f\u00fcr Nationale Unabh\u00e4ngigkeit in Frankfurt am Main am 21. Juli 1929<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-03-1024x768.jpg\" alt=\"Text Box: Abbildung 3: Flugblatt der Liga gegen koloniale Unterdr\u00fcckung\" class=\"wp-image-136\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-03-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-03-300x225.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-03-768x576.jpg 768w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-03.jpg 1299w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abbildung 3: Flugblatt der Liga gegen koloniale Unterdr\u00fcckung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-04-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-137\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-04-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-04-300x225.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-04-768x576.jpg 768w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/muenzenberg-04.jpg 1299w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abbildung 4: Flugblatt der Liga gegen koloniale Unterdr\u00fcckung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildquellen<\/h2>\n\n\n\n<p>Abb.1: Willi M\u00fcnzenberg, 1931. Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin. F 75\/545, In: <a class=\"\" href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/bestand\/objekt\/f75_545\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/bestand\/objekt\/f75_545<\/a>, abgerufen am 17.04.2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Abb. 2: 2. Kongress der Liga gegen Imperialismus und f\u00fcr Nationale Unabh\u00e4ngigkeit. Quelle: <a href=\"https:\/\/www.muenzenbergforum.de\/2-kongress-der-\" class=\"\">https:\/\/www.muenzenbergforum.de\/2-kongress-der-<\/a> liga-gegen-imperialismus-und-fuer-nationale-unabhaengigkeit\/, abgerufen am 17.04.2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fotographie stammt aus der Arbeiter-Illustrierte Zeitung, 1931\/26, S. 510. Leider ist der\/die Urheber*in der Abbildung unbekannt. Falls Sie Hinweise oder Anspruch auf eine Urheberschaft haben, kontaktieren Sie uns bitte.<\/p>\n\n\n\n<p>Abb. 3 und 4: Flugblatt der Liga gegen koloniale Unterdr\u00fcckung. BArch, RY 1\/1741. Quelle: <a class=\"\" href=\"https:\/\/invenio.bundesarchiv.de\/invenio\/direktlink\/c051c465-0dba-43a6-\">https:\/\/invenio.bundesarchiv.de\/invenio\/direktlink\/c051c465-0dba-43a6-<\/a> 9b2d-4eaa28a48fc6\/, abgerufen am 17.04.2020.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literatur<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>BArch (2019): RY 1\/1741, pag. 36-37. In: https:\/\/weimar.bundesarchiv.de\/WEIMAR\/DE\/Content\/Downloads\/Virtuelle-Ausstellungen\/ry-1-1741.html, abgerufen am 17.04.2020.<\/li><li>Bavaj, Riccardo (2010): \u201eRevolutionierung der Augen\u201c: Politische Massenmobilisierung in der Weimarer Republik und der M\u00fcnzenberg-Konzern. In Daniel, Ute\/Mar\u00dfolek, Inge\/Pyta, Wolfram\/Welskopp, Thomas (Hg.): Politische Kultur und Medienwirklichkeiten in den 1920er Jahren. M\u00fcnchen: Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 81-100.<\/li><li>Bayerlein, Bernhard; Sonnenberg, Uwe (2013): 2. Kongress der Liga gegen Imperialismus und f\u00fcr Nationale Unabh\u00e4ngigkeit, In: https:\/\/www.muenzenbergforum.de\/2-kongress-der-liga-gegen-imperialismus-und-fuer-nationale-unabhaengigkeit\/, abgerufen am 17.04.2020.<\/li><li>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (2014): Glossar. Von Bolschewiki bis Zentralkomitee, In: https:\/\/www.bpb.de\/izpb\/189592\/glossar, <a>abgerufen am 26.02.2020.<\/a><\/li><li>Bundesstiftung Aufarbeitung (o.J.): M\u00fcnzenberg, Willi. Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten, In: https:\/\/www.bundesstiftung-aufarbeitung.de\/de\/recherche\/kataloge-datenbanken\/biographische-datenbanken\/willi-muenzenberg?ID=4818, abgerufen am 26.02.2020.<\/li><li>Eckelmann, Susanne (2014): Willi M\u00fcnzenberg 1889-1940, In: Lebendiges Museum Online: https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/willi-muenzenberg, abgerufen am 26.02.2020.<\/li><li>Deutsches Historisches Museum (o.J.): 7. Wilhelmstra\u00dfe 48: Antikoloniale Aktivit\u00e4ten im Haus des \u201eM\u00fcnzenberg-Konzerns\u201c, In: https:\/\/www.dhm.de\/archiv\/ausstellungen\/namibia\/stadtspaziergang\/muenzenbergkonzern.htm, abgerufen am 26.02.2020.<\/li><li>Deutsches Historisches Museum, Berlin (o.J.): F 75\/545, In: https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/bestand\/objekt\/f75_545, abgerufen am 17.04.2020.<\/li><li>Dinkel, J\u00fcrgen (2012): Globalisierung des Widerstands: Antikoloniale Konferenzen und die \u201eLiga gegen Imperialismus und f\u00fcr nationale Unabh\u00e4ngigkeit\u201c 1927-1937, In: S\u00f6nke Kunkel; Christoph Meyer (Hg.): Aufbruch ins postkoloniale Zeitalter. Globalisierung und die au\u00dfereurop\u00e4ische Welt in den 1920er und 1930er Jahren. Frankfurt am Main: Campus Verlag, S. 209-230.<\/li><li>Dinkel, J\u00fcrgen (2015): Die Bewegung B\u00fcndnisfreier Staaten. Genese, Organisation und Politik (1927 -1992), Studien zur Internationalen Geschichte Bd. 37, Berlin\/M\u00fcnchen\/Boston: De Gruyter Oldenbourg.<\/li><li>Gross, Babette (1967): Willi M\u00fcnzenberg. Eine politische Biographie. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt.<\/li><li>Klein, Thoralf (2008): Politische Geschichte Chinas 1900-1949, In: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: https:\/\/www.bpb.de\/internationales\/asien\/china\/44251\/china-1900-1949, abgerufen am 26.02.2020.<\/li><li>M\u00fcnzenberg, Willi (1926). F\u00fcnf Jahre Internationale Arbeiterhilfe, Berlin: Neuer Deutschen Verlag.<\/li><li>Pavillon-Presse Weimar (2015): Ausstellung: Willi M\u00fcnzenberg Medien, In: https:\/\/pavillon-presse.de\/de\/veranstaltung\/page\/5\/, abgerufen am 26.02.2020.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endnoten<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> vgl. Pavillion-Presse Weimar<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Pavillion-Presse Weimar<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> vgl. Gross 1967, 19<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> vgl. ebd., 23<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Bundesstiftung zur Aufarbeitung, o. J.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> vgl. Eckelmann, 2014<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> vgl. ebd. 2014<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Bavaj 2010, 84<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, 2014<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> vgl. Bundesstiftung zur Aufarbeitung, o.J.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> vgl. Deutsches Historisches Museum, o.J<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> vgl. Gross 1967, 152<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Deutsches Historisches Museum, o.J.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> vgl. Eckelmann, 2014<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> vgl. Gross 1967, 196<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> ebd., 197<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> vgl. ebd., 197<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> vgl. ebd., 197<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> M\u00fcnzenberg 1926, 116<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> M\u00fcnzenberg 1926, 126<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Gross 1967, 198<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> ebd., 199<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> ebd., 199<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> vgl. Dinkel 2012, 209<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> vgl. ebd., 209<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> vgl. Dinkel 2015, 54<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Gross 1967, 204<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> vgl. Dinkel 2015, 35<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> ebd., 55<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Gross 1967, 205<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> ebd., 205<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> vgl. Dinkel 2015, 33<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> vgl. Gross 1967, 197<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> vgl. Gross 1967, 206<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> vgl. ebd., 206<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Klein, 2008<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> ebd., 2008<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> vgl. Gross 1967, 209<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> vgl. ebd., 209<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> vgl. ebd., 210<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antikoloniale Bewegungen in den 1920er Jahren Johanna Staden Zum Podcast Wer war Willi M\u00fcnzenberg? Wenn man sich mit dem Thema Kolonialismus in der Zeit der Weimarer Republik auseinandersetzt, muss auch das Engagement antikolonialer Bewegungen betrachtet werden. Die Existenz dieser Organisationen beweist, dass der koloniale Gedanke auch in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern nicht nur Bef\u00fcrworter hatte. 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