{"id":75,"date":"2020-07-16T22:11:57","date_gmt":"2020-07-16T22:11:57","guid":{"rendered":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/?page_id=75"},"modified":"2020-12-11T12:06:00","modified_gmt":"2020-12-11T12:06:00","slug":"carl-alexander","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/karte\/carl-alexander","title":{"rendered":"Carl Alexander"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"has-text-align-right wp-block-heading\">Paul Muschiol<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"602\" src=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-stadtschloss.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-248\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-stadtschloss.jpg 602w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-stadtschloss-300x300.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-stadtschloss-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CIdfESxjcrI\/\">Bei Instagram ansehen<\/a> <\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Sinnbild des unbeachteten Kolonialismus von Carl Alexander in Weimar<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Goetheplatz ist ein sehr belebter Ort, an dem t\u00e4glich etliche Menschen flanieren. Hier befindet sich ebenfalls ein Denkmal von Carl Alexander, dem man meist eigentlich weniger Beachtung schenkt, vor allem seitdem die Statue aufgrund von Besch\u00e4digungen entfernt wurde. Ebenso wenig Beachtung wird Carl Alexander im Hinblick auf seine kolonialen Unternehmungen geschenkt, bei denen er als eine ideel treibende Kraft f\u00fcr den deutschen Kolonialismus auf lokaler Ebene handelte. Er verstand es die Akteure des deutschen Kolonialismus in Weimar zu versammeln und umgab sich mit Kolonialrassisten wie Carl Peters sowie mit Forschern, die durch ihr auf \u201aExpeditionen\u2018 erworbenes Wissen Kolonisierung erm\u00f6glichten, wie <a href=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/gerhard-rohlfs\">Gerhard Rohlfs<\/a>. Anhand seiner Aktivit\u00e4ten kann man zeigen, dass Kolonialismus in Weimar durch milit\u00e4risches, kulturelles und organisatorisches Engagement ein zentraler Ort deutscher Kolonialgeschichte wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"328\" height=\"512\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-76\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander.png 328w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander-192x300.png 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><figcaption>Abb.1: Historische Aufnahme vom Carl Alexander Denkmal auf dem Goetheplatz. (1912)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der alte Glanz soll wieder her<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das gro\u00dfe Engagements von Carl Alexander und seiner Frau Sophia von Oranien-Nassau, die beide als Protektoren und F\u00f6rderer f\u00fcr Kolonisten galten, begann schon relativ fr\u00fch. Bereits kurz nach 1870 verfolgten sie den Gedanken Kolonien gr\u00fcnden zu wollen. Carl Alexander wollte Weimar wieder zu einem Kleinstaat nationaler Pr\u00e4gung herausbilden.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Dazu sollten neben der neu gegr\u00fcndeten Kunstschule auch die Kolonien helfen. Symbolisch f\u00fcr die versuchte Wiederherstellung des alten Glanzes steht hierbei \u00fcbrigens die Restauration der Wartburg.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> \u201eDurch sein Wirken kam es zu einer, auf den ersten Blick sonderbar erscheinenden, geistigen Verkn\u00fcpfung des klassischen Musen \u2013 und Symbolortes Weimar und der romantischen Wartburg als \u201eHochburg deutscher Kultur\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> mit weniger geschichtstr\u00e4chtigen, \u201eneudeutschen\u201c Pl\u00e4tzen in \u00dcbersee.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Um seine Vorstellung verwirklichen zu k\u00f6nnen, wollte Carl Alexander viele einflussreiche Personen oder die, die es werden sollten nach Weimar lotsen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Afrikaforscher und der Gro\u00dfherzog. Eine Freundschaft<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Deutsch-Franz\u00f6sischem Krieg 1870\/71 reifte bei ihm der Kolonialgedanke immer mehr heran, sodass er fast im Mittelpunkt seines t\u00e4glichen Lebens stand. Deshalb bot er Kolonisten und sogenannten Afrikaforschern ein f\u00f6rderliches Umfeld, um sie nach Weimar zu bringen, wie beispielsweise Gerhard Rohlfs, mit dem sich eine Freundschaft entwickelte. F\u00fcr Rohlfs existiert heute noch eine <a href=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/gerhard-rohlfs\">Gedenktafel an der Belvederer Allee<\/a> Carl Alexander ernannte Rohlfs aufgrund seines gro\u00dfen Interesses und der vielen F\u00f6rderungen schlie\u00dflich zum Protektorat der \u201eDeutschen Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung \u00c4quatorial-Afrikas\u201c.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Als die deutsche Flagge 1884 in S\u00fcdwestafrika, Togo, Neuguinea und Kamerun gehisst wird, schreibt Carl Alexander voller Begeisterung an Rohlfs:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&nbsp;<em>\u201eIch juble in meinem Herzen \u00fcber dieses alles und finde keine Worte, dies richtig auszudr\u00fccken. Gott sei mit dem Vaterland\u201c<\/em>.<\/p><cite>Carl Alexander<a href=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-admin\/post.php?post=75&amp;action=edit#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ebenfalls 1884 \u00fcbermittelt Carl Alexander ein Gl\u00fcckwunschschreiben an Gerhard Rohlfs, nachdem dieser zum Generalkonsul von Sansibar ernannt worden war:<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201eUnsere Kolonialpolitik nimmt indessen immer gr\u00f6ssere Dimensionen an und erh\u00e4lt eine sich immer st\u00e4rkende Basis. Ich jubele in meinem Herzen \u00fcber dieses alles\u201c<\/em>. Der Brief endet mit der Bitte um <em>\u201esch\u00f6ne in jenen Landen gefertigte Teppiche. [\u2026] Man sagt, in Zanzibar f\u00e4nde man sehr sch\u00f6ne Stoffe, ich liebe dergleichen sehr und verwende dann jene auf der Wartburg\u201c<\/em><\/p><cite>Carl Alexander zitiert nach Konrad Guenther <a href=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-admin\/post.php?post=75&amp;action=edit#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><em><strong>[9]<\/strong><\/em><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Selbst extreme Kolonialisten unterst\u00fctzt Carl Alexander<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur von dem Afrikaforscher Rohlfs war er begeistert, sondern auch von Carl Peters, obwohl er zu dieser Zeit selbst schon im Reichstag, aufgrund seiner brutalen Handlungen im damaligen Deutsch-Ostafrika, als \u201eH\u00e4nge \u2013 Peter\u201c bezeichnet wurde. Carl Alexander spendete mit Ehefrau Sophia f\u00fcr die von Carl Peters im Februar 1887 ins Leben gerufene Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft und f\u00fcr die Deutsch-Ostafrikanische Plantagen \u2013 Gesellschaft den hohen Betrag von 130.000 Reichsmark.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> In seiner Zeit, als Peters Reichskommissar f\u00fcr das Kilimandscharogebiet war (1891-1892) k\u00fcmmerte er sich um die Festlegung der Grenze gegen\u00fcber dem britischen Ostafrika. Seine Amtsf\u00fchrung vor Ort war durch Grausamkeit gegen\u00fcber den Landesbewohnern und die willk\u00fcrliche Anwendung der Todesstrafe gekennzeichnet. Dieses brutale Vorgehen, oft willk\u00fcrlich gegen die afrikanische Bev\u00f6lkerung gerichtet, kostete Peters das Amt.&nbsp; Als er entdeckte, dass seine Geliebte ein Verh\u00e4ltnis mit seinem Diener hatte, lie\u00df er beide \u00f6ffentlich aufh\u00e4ngen und ihre Heimatd\u00f6rfer niederbrennen.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Peters wurde deshalb 1892 nach Deutschland zur\u00fcckbeordert, wo man ihn zwar von 1893 bis 1895 noch im Kolonialministerium besch\u00e4ftigte, gegen ihn allerdings bereits Ermittlungen durchgef\u00fchrt wurden. Insgesamt wurde seine Amtsf\u00fchrung als Reichskommissar auch von Kolonialbef\u00fcrwortern scharf kritisiert&nbsp; und verst\u00e4rkte die ohnehin gr\u00f6\u00dfer werdende Kolonialkritik im Reich.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Die Ermittlungen des kaiserlichen Disziplinargerichts endeten 1897 mit der unehrenhaften Entlassung aus dem Reichsdienst.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die gro\u00dfe Freundschaft des Gro\u00dfherzogs und Gerhard Rohlfs<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die eben erw\u00e4hnte Freundschaft von Carl Alexander und Rohlfs spiegelt sich auch bei der Goldenen Hochzeit des Gro\u00dfherzogpaars am 8.Oktober 1892 wider. Die Afrikaforscher Gerhard Rohlfs, Hans Meyer und Ernst von Carnap-Quernheimb schenkten ihnen \u201ewertvolle Bildnisse deutscher Afrikaner\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>. Hierbei dankten die drei Kolonialisten Carl Alexander und zeigen dabei deutlich auf, welchen Einfluss er auf den deutschen Kolonialismus hatte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201eDa\u00df unter allen deutschen F\u00fcrsten Eure K\u00f6nigliche Hoheit von Anbeginn so warm f\u00fcr die Ausbreitung der kolonialen Unternehmungen eingetreten sind und wie sie Beide auch nicht schwere materielle Opfer scheuten, um den kolonialen Gedanken praktisch durchzuf\u00fchren.\u201c<\/em><\/p><cite>Carl Alexander zitiert nach Peter Merseburger<em>.<a href=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-admin\/post.php?post=75&amp;action=edit#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><strong>[15]<\/strong><\/a><\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wohin dieses Bildnis und andere koloniale G\u00fcter verschwunden sind, wei\u00df oder will heute keiner der Verantwortlichen mehr wissen. Durch solche Geschenke und Berichte von Afrikaforschern wollte Carl Alexander auch gedanklich dem Hof entfliehen, um so zu erfahren, wie es in den als &nbsp;exotisch und geheimnisvoll vorgestellten L\u00e4ndern auss\u00e4he, wie Alf R\u00f6ssner argumentiert. Er reiste auch selbst gerne und wenn er das tat, dann traf er sich auf seinen Reisen meist wiederum mit Kolonialisten und sogenannten Afrikaforschern.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ehrungen f\u00fcr einen \u00e4u\u00dferst rassistischen Kolonialpolitiker<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Kolonialpolitiker und Forschungsreisender, der in Weimar zu zahlreichen Ehrungen, wie den Falkenorden als \u201eRitter erster Abteilung\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> , der Ehrung zum \u201eGro\u00dfherzoglich -S\u00e4chsischen Kammerherrn\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> und der Verleihung des Titels \u201eDr.phil.h.c.\u201c von der Universit\u00e4t Jena<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> kam, war Joachim Friedrich Graf von Pfeil und Klein Ellguth. Dieser ver\u00f6ffentlichte 1907 ein Buch mit dem Namen \u201eZur Erwerbung von Deutsch \u2013 Ostafrika\u201c in dem er folgende zutiefst menschenverachtende und brutale Szene widergibt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201eMeine Karawane befand sich in ruhigem Marsche durch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig friedliches Gebiet, als pl\u00f6tzlich aus dem Busche zu unserer Linken ein [abwertende, rassistisch diskriminierende Fremdbezeichnung f\u00fcr einen Menschen schwarzer Hautfarbe] herausst\u00fcrzte und mit einem Speer wie wild auf meine Tr\u00e4ger losstach.[\u2026] Ein Hieb \u00fcber den Kopf machte ihn straucheln, und er fiel so vor mich nieder, da\u00df er, auf beide H\u00e4nde sich st\u00fctzend, mir die rechte Flanke, h\u00f6her als die linke, pr\u00e4sentierte. Auf diese hieb ich nun mit aller mir reichlich zur Verf\u00fcgung stehenden Kraft los, und der Stock bew\u00e4hrte das gute Material, aus dem er gefertigt war. Ich f\u00fchlte, da\u00df irgend etwas zerbrach, der Stock war es nicht.\u201c <\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Carl Alexander blendet den aggressiven Imperialismus aus<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es mag verwundern, weshalb ein rassistischer Kolonialpolitiker und Forschungsreisender den gegenw\u00e4rtig als tolerant &nbsp;geltenden Carl Alexander, aufgrund seiner Kulturf\u00f6rderungen, Kulturaffinit\u00e4t und dem Ziel eine \u201ahumane\u2018 Kolonialpolitik durchzusetzen, als seinen Unterst\u00fctzer und Bef\u00fcrworter z\u00e4hlen konnte und sogar die eben genannten Ehrungen erhielt.<a name=\"_ftnref20\" href=\"#_ftn20\">[20]<\/a> Wobei man auch hierbei differenzieren muss, dass selbst eine \u201ahumane\u2018 Kolonialpolitik, zwar mit dem Ziel ohne Kolonialverbrechen auszukommen, trotzdem mit einschloss Kulturen zu \u00fcbertrumpfen und zu unterdr\u00fccken. Deshalb hat eine Kolonialpolitik das Adjektiv human eigentlich nicht verdient. Carl Alexander waren die Handlungen in den Kolonien bewusst, doch die Diskrepanzen zwischen moralischem Anspruch und kolonialer Realit\u00e4t gegen Ende \u201eseines\u201c Jahrhunderts blendete er aus.<a name=\"_ftnref21\" href=\"#_ftn21\">[21]<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"866\" height=\"578\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-81\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander.jpg 866w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander-300x200.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/carl-alexander-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 866px) 100vw, 866px\" \/><figcaption>Abb.2: Richard Lauchert, Gro\u00dfherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (Detail), um 1855. Klassik Stiftung Weimar, bestand Museen, Ge-2015\/33, Foto: Alexander Burzik <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.klassik-stiftung.de\/service\/fotothek\/digitalisat\/100-2017-2400\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.klassik-stiftung.de\/service\/fotothek\/digitalisat\/100-2017-2400\/<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Laut Alf R\u00f6\u00dfner verkannte Carl Alexander den aggressiven Imperialismus hinter der deutschen Kolonialbewegung und untersch\u00e4tzte zudem die wachsenden geopolitischen Gefahren im Zuge einer territorialen Aufteilung der Welt. Mit seinem Ideal einer als human konstruierten Kolonialpolitik scheiterte er. Im globalen Kampf um Rohstoffe und Absatzm\u00e4rkte wurde der koloniale Wettlauf der europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte zu einem wesentlichen Ausl\u00f6ser des Ersten Weltkriegs, der auch in den Kolonien viele Opfer forderte.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kolonialismus: Nicht nur \u00fcberall positiv aufgenommener, zeitgeschichtlicher Konsens<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wer nun jedoch glaubt, dass die Kolonialpolitik normaler zeitgeschichtlicher Konsens war, irrt. Selbst aus dem Umfeld Carl Alexanders kamen kritische Stimmen. Baronin Jenny von Gustedts, eine Freundin Carl Alexanders schrieb bereits 1886 in einem Brief an ihre Enkelin Lily von Kretschmann:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u201eAllein die Kolonialpolitik ist mir nicht sympathisch, so sehr ich den Schutz zum Auswandern billige \u2013 Goethe sagt: wo wir n\u00fctzen, ist unser Vaterland! \u2013 aber doch nur in Gegenden, die ein sch\u00f6nes Vaterland werden k\u00f6nnen, nicht in die Glut\u00f6fen der Welt, wo man noch dazu mehr Eisenbahnen brauchen wird, um zu besseren L\u00e4ndern zu gelangen, als wir in Deutschland noch brauchen, um das n\u00f6thigste Verkehrsnetz zu vollenden, und wo es, wie ich f\u00fcrchte, nicht ohne jene Kolonialgreuel der Unterdr\u00fcckung und Ausrottung der Eingeborenen abgehen wird, die Englands gro\u00dfartige Politik so beflecken.\u201c <\/em><\/p><cite>Jenny von Gustedt zitiert nach Lily Braun.<a href=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-admin\/post.php?post=75&amp;action=edit#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><em><strong>[23]<\/strong><\/em><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dabei ist wichtig anzumerken, dass ihre Kritik sicher auch eher auf die Form und nicht grunds\u00e4tzlich auf die Legitimit\u00e4t des Kolonialismus abzielt.<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>DER F\u00f6rderer des Weimarer Kolonial \u2013 und Missionierungsverei<\/strong>ns<\/h2>\n\n\n\n<p>Carl Alexander verfolgte allerdings weiterhin seine F\u00f6rderungspolitik gegen\u00fcber Kolonialprotagonisten. Allein durch den Zeitgeist l\u00e4sst sich sein Engagement allerdings nicht erkl\u00e4ren. Erst recht kann der Zeitgeist nicht f\u00fcr den von ihm mitgef\u00f6rderten, auf einem rassistischen Weltbild basierenden Kolonialismus, entschuldigen. Durch sein gro\u00dfes Engagement auch in Weimarer Kolonial -, Missionierungs -, und Flottenvereinen stiegen auch die Zahlen der vertretenden Personen in den Vereinen. Vor allem der Zulauf im Flottenverein gefiel Carl Alexander, da er wusste, wie wichtig eine starke Flotte und die R\u00fcckendeckung dieser f\u00fcr eine erfolgreiche Kolonialpolitik ist. Um dem verst\u00e4rkt nachzugehen, empfang er 1897 auch Alfred Tirpitz auf der Wartburg, einen Gro\u00dfadmiral und Staatssekret\u00e4r des Reichsmarineamts.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ziel der Missionierung: Japan<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der eben erw\u00e4hnte Missionierungsverein wurde am 4.Juni 1884 in Weimar unter dem Namen \u201eAllgemeiner Evangelisch-Protestantischer Missionsverein\u201c, gegr\u00fcndet. Auch hier war Carl Alexander ein gro\u00dfer F\u00f6rderer und \u00fcbernahm nach der Entscheidung der Missionierung in Japan sogar den Vorsitz des Vereins. Durch seine Kontakte nach Japan und seinen Geldmittel konnte die Mission gegr\u00fcndet werden. Kurz vor der Abreise lud er alle Missionare zu sich ins Stadtschloss ein und lernte sie pers\u00f6nlich kennen. Dies unterstreicht wie ernst es Carl Alexander mit der Missionierung war. Vor allem mit dem Schweizer Theologen Wilfried Spinner tauschte er sich regelm\u00e4\u00dfig aus und es entstand eine Freundschaft. Das zeigt auch Spinners Eintritt in die lutherische Landeskirche Sachsen \u2013 Weimar \u2013 Eisenach und die Erlangung der Staatsb\u00fcrgerschaft des Gro\u00dfherzogtums.&nbsp; W\u00e4hrend der Mission, die von April 1885 bis 1891 andauerte und die Gemeinden in Tokio und Yokohama betrafen, hatten Carl Alexander und Wilfried Spinner st\u00e4ndigen Kontakt zueinander, sodass der Gro\u00dfherzog ihn zu jeder Zeit politische Hilfe oder F\u00f6rdermittel zusichern konnte.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Koloniale G\u00fcter sind auf Nachfrage bei der Klassik Stiftung vorhanden und wurden 2018 bei der Ausstellung \u201eChrysantheme und Falke. Carl Alexander und Japan. Weimar &#8211; Jena &#8211; Tokyo&#8220;, im Schlossmuseum vom 4.05. bis zum 1.07.2018 ausgestellt. F\u00fcr diese Ausstellung konnten die Klassik Stiftung japanische Objekte ihren Sammlungen identifizieren, die nachweislich im Auftrag Carl Alexanders f\u00fcr die sog. Permanente Kunstausstellung in Weimar erworben wurden.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> Diese wurde in einer ehemaligen Ziegelei 1880 gegr\u00fcndet. Anl\u00e4sslich der Goldenen Hochzeit von Gro\u00dfherzog Carl Alexander und Gro\u00dfherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach wurde 1892 dem Ausstellungsgeb\u00e4ude ein Oberlichtsaal hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der &#8222;Permanenten&#8220; entstand 1903 das &#8222;Gro\u00dfherzogliche Museum f\u00fcr Kunst und Kunstgewerbe\u201c unter der Leitung von Harry Graf Kessler, der sp\u00e4ter auch Namensgeber, der \u201eKunsthalle Harry Graf Kessler\u201c werden sollte.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es gab auch Pl\u00e4ne f\u00fcr eine ethnographische Sammlung, die Objekte hierf\u00fcr wurden allerdings sp\u00e4ter nach Jena an das dortige Museum abgegeben.<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nach Beendigung der Mission hatte Carl Alexander weiterhin Interesse an Auslandsgemeinden, da er die Ernestiner, sein Adelsgeschlecht, als Schutzmacht des \u201ewahren Luthertums\u201c (Carl Alexander zitiert nach Manuel Schwarz )<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> ansah. So gab es stets eine gute Verflechtung zwischen Japan und dem Gro\u00dfherzogtum. Beispielsweise kamen zwischen 1877 und 1891 19 japanische Studenten an die Universit\u00e4t nach Jena, um dort zu studieren. Im Gegenzug wurden zwei Theologen in die aufgebauten Gemeinden nach Japan entsendet. Der \u201eAllgemeine Evangelisch\u2013Protestantische Missionsverein\u201c bestand bis 1929 unter diesem Namen. Danach wurde er in \u201eOstasienmission\u201c umbenannt und besteht bis heute unter dem Namen \u201eDeutsche Ostasienmission\u201c.<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weimar mit seinem Gro\u00dfherzog Carl Alexander, als deutsche Kolonialhauptstadt<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt ein \u00b4Motivb\u00fcndel\u00b4, welches Weimar ausgehend vom geografischen Mittelpunkt, dem Carl Alexander Denkmal und dem Stadtschloss mit dem Gro\u00dfherzogpaar, zur deutschen Kolonialhauptstadt werden l\u00e4sst. Zum einen wollte Carl Alexander das Christentum verbreiten und seine Landeskirche vergr\u00f6\u00dfern. Dazu startete, f\u00f6rderte und unterst\u00fctzte er als Vorsitzender des \u201eAllgemeinen Evangelisch \u2013 Protestantischen Missionsvereins\u201c dieses Vorhaben.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> Au\u00dfer der Christianisierung in den afrikanischen Kolonien, die von nationalistischer und rassistischer \u00dcberheblichkeit gekennzeichnet war<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a>, fand auch eine Missionierungsmission nach Yokohama und Tokio in Japan von 1885 bis 1897 statt. Des Weiteren war sein Schaffen von einer \u201eZivilisierungsmission\u201c gegen\u00fcber au\u00dfereurop\u00e4ischen Gesellschaften gepr\u00e4gt. Auswanderer mit dem Ziel Nordamerika sollten lieber Siedlungen in den deutschen Kolonien zu gr\u00fcnden, da sie so die europ\u00e4ische Kultur verbreiten konnten und zum anderen waren sie weiterhin deutsche Staatsb\u00fcrger, sodass sie das Deutsche Reich nicht verlor. Dies wurde auch mehrfach in der <a href=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/die-weimarische-zeitung\">Weimarischen Zeitung<\/a> erw\u00e4hnt und angepriesen. Die Zeitung, deren Chefredakteur von Bojanowski sich als Sprachrohr der Weimarer K\u00f6niglichen Hoheit verstand, versuchte immer wieder ihren Lesern systematisch die Notwendigkeit einer deutschen \u201eMachtprojektion\u201c nach \u00dcbersee nahezubringen.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> Als weitere Motive kommen hinzu, dass sowohl die aus Oranien-Nassau stammende Ehefrau, als auch sein Onkel bereits Erfahrungen mit Kolonien hatten und wussten, dass diese Reichtum und geopolitischen Einfluss mit sich bringen. Nach Sophies Tod muss sich Carl \u2013 Alexander als M\u00e4zen f\u00fcr Kolonisten und Kolonialgebiete deutlich einschr\u00e4nken, da ihm die Gelder fehlten, die sie in die Ehe mit eingebracht hatte, ihm jedoch nichts vererbte.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Man muss auch daran erinnern!<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Heutzutage wissen leider viel zu wenige B\u00fcrger*innen und Tourist*innen um die koloniale Vergangenheit des Weimarer F\u00fcrstenhauses. Dieser Text soll dahingehend aufkl\u00e4ren und ein umfassenderes Bild von Weimar und dem Weimarer Hof abgeben. Denn so wie auch andere \u00dcberlieferungen von Carl Alexander und seinen Vor \u2013 und Nachfolgern geh\u00f6ren zur Geschichte und zur Gegenwart Weimars.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Lily Braun: Im Schatten der Titanen. Erinnerungen an Baronin Jenny von Gustedt. Hermann Klemm: Berlin.<\/li><li>Friedrich Facius (1941): Carl Alexander von Weimar und die deutsche Kolonialpolitik 1850 \u2013 1901. In: Koloniale Rundschau 32. Verlag Kolonialkriegerdank: Berlin.<\/li><li>Gro\u00dfherzoglicher Hausorden der Wachsamkeit oder vom wei\u00dfen Falken. In: Staatshandbuch f\u00fcr das Gro\u00dfherzogtum Sachsen \u2013 Weimar \u2013 Eisenach 1896. Weimar, 1896.<\/li><li>Konrad Guenther (1912): Gerhard Rohlfs. Lebensbild eines Afrikaforschers. I Br Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld: Freiburg.<\/li><li>Joachim Graf von Pfeil (1907): Zur Erwerbung von Deutsch \u2013 Ostafrika. Ein Beitrag zu seiner Geschichte. Karl Curtius: Berlin.<\/li><li>Joachim Graf von Pfeil [Art.] (1908): In: Meyers Gro\u00dfes Konversations \u2013 Lexikon. Bd.15: \u00d6hmichen bis Plakatschriften. Bibliographisches Institut Leipzig.<\/li><li>Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht. Dt. Verl.-anst.: Stuttgart<\/li><li>Hermann Nebe (1946): Junker J\u00f6rg auf der Wartburg. Verlag Gustav Neuenhahn: Jena, S.5.<\/li><li>Thomas Nipperdey (1992): Deutsche Geschichte 1866-1918. Bd. II. Machtstaat vor der Demokratie. Verlag C. H. Beck: M\u00fcnchen, S. 729.<\/li><li>Alf R\u00f6ssner (2004): Carl \u2013 Alexander von Sachsen \u2013 Weimar \u2013 Eisenach. Erbe, M\u00e4zen und Politiker. B\u00f6hlau Verlag: K\u00f6ln, Weimar, Wien.<\/li><li>Alf R\u00f6ssner (2014): &#8222;Kulturtr\u00e4ger&#8220; im &#8222;schwarzen Erdteil&#8220;. Weimars kolonialer Anspruch und Carl Alexander und Wilhelm Ernst. In: Ilm-Kakanien. Weimar am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar 2014. Hg. v. Franziska Bomski, Hellmut Th. Seemann u. Thorsten Valk. Wallstein Verlag: G\u00f6ttingen, S. 197-212.<\/li><li>Manuel Schwarz (2016): &#8222;Die T\u00fcchtigsten und Wissenschaftlichsten nach Japan senden&#8220;. Der Missionar Wilfried Spinner unter dem gro\u00dfherzoglichen Protektorat Carl Alexanders. In: Mens et Manus. Kunst und Wissenschaft an den H\u00f6fen der Ernestiner Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar. Hg. v. Franziska Bomski, Hellmut Th. Seemann und Thorsten Valk. Wallstein Verlag: G\u00f6ttingen, S.151-167.<\/li><li>Winfried Speitkamp (2005): Deutsche Kolonialgeschichte. Reclam: Stuttgart, S. 138f.<\/li><li>Stadtmuseum Weimar: Kunsthalle &#8222;Harry Graf Kessler&#8220;, Weimar: <a href=\"https:\/\/stadtmuseum.weimar.de\/index.php?id=16\">https:\/\/stadtmuseum.weimar.de\/index.php?id=16<\/a> (letzter Aufruf: 22.03.2020, 16:29 Uhr)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Abbildungsverzeichnis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Abb.1: Historische Aufnahme von 1912 vom Carl Alexander Denkmal auf dem Goetheplatz, Archiv der Stadt Weimar.<\/li><li>Abb.2: Richard Lauchert, Gro\u00dfherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (Detail), um 1855, Klassik Stiftung Weimar<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endnoten<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, S. 230.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. ebd. S.224.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hermann Nebe (1946): Junker J\u00f6rg auf der Wartburg, S.5.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Alf R\u00f6ssner (2004): Carl \u2013 Alexander von Sachsen \u2013 Weimar \u2013 Eisenach. Erbe, M\u00e4zen und Politiker, S.52.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. ebd. S.230.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. ebd. S.230.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Carl Alexander zitiert nach Peter Merseburger, vgl. ebd. S.231.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>&nbsp; Vgl. Alf R\u00f6ssner (2014): &#8222;Kulturtr\u00e4ger&#8220; im &#8222;schwarzen Erdteil&#8220;. Weimars kolonialer Anspruch und Carl Alexander und Wilhelm Ernst, S.206.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Carl Alexander zitiert nach Konrad Guenther (1912): Gerhard Rohlfs. Lebensbild eines Afrikaforschers, S.282 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. Alf R\u00f6ssner (2014): &#8222;Kulturtr\u00e4ger&#8220; im &#8222;schwarzen Erdteil&#8220;. Weimars kolonialer Anspruch und Carl Alexander und Wilhelm Ernst, S.201.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Winfried Speitkamp (2005): Deutsche Kolonialgeschichte, S. 138.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Thomas Nipperdey (1992): Deutsche Geschichte 1866-1918. Bd. II. Machtstaat vor der Demokratie, S. 729.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Winfried Speitkamp (2005): Deutsche Kolonialgeschichte, S. 138f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, S.231.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, S.231.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. Alf R\u00f6ssner (2004): Carl \u2013 Alexander von Sachsen \u2013 Weimar \u2013 Eisenach. Erbe, M\u00e4zen und Politiker, S.52.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Gro\u00dfherzoglicher Hausorden der Wachsamkeit oder vom wei\u00dfen Falken, S.47.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Friedrich Facius (1941): Carl Alexander von Weimar und die deutsche Kolonialpolitik 1850 \u2013 1901, S.351.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Joachim Graf von Pfeil [Art.] (1908): In: Meyers Gro\u00dfes Konversations \u2013 Lexikon. Bd.15: \u00d6hmichen bis Plakatschriften, S.700.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Vgl. Alf R\u00f6ssner (2014): &#8222;Kulturtr\u00e4ger&#8220; im &#8222;schwarzen Erdteil&#8220;. Weimars kolonialer Anspruch und Carl Alexander und Wilhelm Ernst, S.197.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. ebd. S.205.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. ebd. S.206.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Lily Braun: Im Schatten der Titanen. Erinnerungen an Baronin Jenny von Gustedt. Hermann Klemm: Berlin, S.404 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, S. 231.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Vgl.Manuel Schwarz (2016): &#8222;Die T\u00fcchtigsten und Wissenschaftlichsten nach Japan senden&#8220; In: Mens et Manus. Kunst und Wissenschaft an den H\u00f6fen der Ernestiner, S.156 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Korrespondenz des Autors mit der Klassikstiftung vom 28.01.2020<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Vgl. Stadtmuseum Weimar: Kunsthalle &#8222;Harry Graf Kessler&#8220;, Weimar: https:\/\/stadtmuseum.weimar.de\/index.php?id=16<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a>Korrespondenz mit der Klassikstiftung vom 28.01.2020<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Carl Alexander zitiert nach Manuel Schwarz (2016): &#8222;Die T\u00fcchtigsten und Wissenschaftlichsten nach Japan senden&#8220; In: Mens et Manus. Kunst und Wissenschaft an den H\u00f6fen der Ernestiner, S.167f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a>Vgl.Manuel Schwarz (2016): &#8222;Die T\u00fcchtigsten und Wissenschaftlichsten nach Japan senden&#8220; In: Mens et Manus. Kunst und Wissenschaft an den H\u00f6fen der Ernestiner, S.167.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Vgl. Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, 230.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Vgl. Alf R\u00f6ssner (2014): &#8222;Kulturtr\u00e4ger&#8220; im &#8222;schwarzen Erdteil&#8220;. Weimars kolonialer Anspruch und Carl Alexander und Wilhelm Ernst, S.205.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Vgl. Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, 230.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Vgl. Peter Merseburger (1998): Mythos Weimar: zwischen Geist und Macht, 231-232.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul Muschiol Bei Instagram ansehen Das Sinnbild des unbeachteten Kolonialismus von Carl Alexander in Weimar Der Goetheplatz ist ein sehr belebter Ort, an dem t\u00e4glich etliche Menschen flanieren. 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