{"id":79,"date":"2020-07-16T22:06:12","date_gmt":"2020-07-16T22:06:12","guid":{"rendered":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/?page_id=79"},"modified":"2020-12-11T12:07:11","modified_gmt":"2020-12-11T12:07:11","slug":"gerhard-rohlfs","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/karte\/gerhard-rohlfs","title":{"rendered":"Gerhard Rohlfs"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie waren Forschungsreisende am deutschen kolonialen Denken beteiligt?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-right wp-block-heading\">Isabella Schwaderer<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"602\" src=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-belvederer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-212\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-belvederer.jpg 602w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-belvederer-300x300.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/map-belvederer-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CGXS3cthtX8\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CGXS3cthtX8\/\">Bei Instagram ansehen<\/a><\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Friedrich Gerhard Rohlfs (* 14. April 1831 in Vegesack b. Bremen; \u2020 2. Juni 1896 in R\u00fcngsdorf b. Bonn) war Afrikareisender und Schriftsteller. Nachdem er seinen Wohnsitz in den 1870er Jahren in Weimar genommen und seine erste Weimarer <em>Villa Meinheim<\/em> in der heutigen Schopenhauerstra\u00dfe gebaut hatte, baute er in der Belvederer Allee 19 eine zweite <em>Villa Meinheim<\/em>, f\u00fcr die ihm der Gro\u00dfherzog das Grundst\u00fcck schenkte. 1890 zog er mit seiner Frau nach Bad Godesberg, wiederum in eine <em>Villa Meinheim<\/em>, wo er bis zu seinem Tod lebte.<\/p>\n\n\n\n<p>An der der Belvederer Allee zugewandten Seite ist, f\u00fcr Vorbeigehende deutlich sichtbar, eine Gedenktafel f\u00fcr Gerhard Rohlfs angebracht mit dem Text:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Hier wohnte 1881-1890<br>Gerhard Rohlfs<br>1831-1896<br>Afrikaforscher<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Tafel reiht Rohlfs in die Reihe der ber\u00fchmten Bewohner*innen Weimars ein und die Schenkung des Gro\u00dfherzogs l\u00e4sst seine enge Bindung an den F\u00fcrstenhof vermuten. Inwiefern ist diese Auszeichnung (\u201eAfrikaforscher\u201c) im Kontext des deutschen kolonialen Erbes hier einer weiteren Bewertung zu unterziehen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gerhard Rohlfs \u2013 vom Aussteiger und Abenteurer zum kaiserlichen Beobachter<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Rohlfs war der dritte Sohn eines Landarztes in Vegesack. Nach mehreren Schulabbr\u00fcchen diente er als Soldat in f\u00fcnf verschiedenen Armeen, unter anderen auch in der franz\u00f6sischen Fremdenlegion, was ihn 1856 mit dem zweiten Ausl\u00e4nderregiment nach Algerien brachte. Nach seiner vorzeitigen Entlassung verlieren sich seine Spuren f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit und die Vermutung, er sei nach seiner Entlassung zum Spion f\u00fcr franz\u00f6sischen Interessen ausgebildet worden, ist nicht unplausibel.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Das Foto, nach dem der gezeigte Kupferstich ausgef\u00fchrt worden ist, wurde 1861 in Algier gemacht und zeigt ihn in einheimischer Tracht. Zusammen mit der Bemerkung, Rohlfs habe sich damals \u201emit der Sitte und den Anschauungen dieses Volkes\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> vertraut gemacht, f\u00fchrte zu der f\u00fcr ihn n\u00fctzlichen Interpretation, er kenne die Landessprache. Sein Bruder Hermann Rohlfs, der den verschollen Geglaubten in Algier besucht hatte, vermittelte seine Tageb\u00fccher an Verleger und den Gothaer Kartographen August Petermann, der Ausz\u00fcge aus dieser Korrespondenz in seiner Zeitschrift <em>Petermanns Geographische Mitteilungen<\/em> ver\u00f6ffentlichte und ihn sp\u00e4ter bei der \u00dcberarbeitung und Herausgabe seiner Reisenotizen unterst\u00fctzte. Diese machten den Reisenden ber\u00fchmt und bef\u00f6rderte ihn bis in die Reihen anerkannter Wissenschaftler.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"666\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/gerhard-rohlfs-666x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-91\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/gerhard-rohlfs-666x1024.jpg 666w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/gerhard-rohlfs-195x300.jpg 195w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/gerhard-rohlfs-768x1181.jpg 768w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/gerhard-rohlfs.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><figcaption>Von Unbekannter Grafiker der Epoche. &#8211; Illustrirter Kalender, Jg. 20 (1865), S. 95., Gemeinfrei, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=45351196\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=45351196<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Geographische Entdeckungen erreichten zu dieser Zeit ein breites Lesepublikum, das sich gerne in die Beschreibungen ferner, bisher unbekannter L\u00e4nder mit ihren Besonderheiten vertiefte, oft erg\u00e4nzt durch Kartenmaterial, das durch neu entwickelte Verfahren aufw\u00e4ndig gedruckt wurde. Die Forschungsreisenden dieser Zeit versorgten die Verlagsh\u00e4user jedoch nicht nur mit Beschreibungen der geographischen Gegebenheiten, sondern auch mit Hinweisen, die zur milit\u00e4rischen Erschlie\u00dfung wichtig werden k\u00f6nnten. Damit sind Forschungsreisende zutiefst gepr\u00e4gt von einer kolonialen Vorstellung. Ihr Publikum, die deutschen Leser*innen, beginnen im 18. Jahrhundert an der Wissensproduktion \u00fcber die gro\u00dfe, weite Welt teilzuhaben. Dass dies keineswegs in uneigenn\u00fctziger und rein friedlicher Absicht geschah, illustriert Justin Stagl in seiner <em>Geschichte der Neugier<\/em>. Er analysiert das Titelblatt eines Jahres <em>Der reisende Deutsche<\/em> von 1745, auf den vier allegorischen Figuren jeweils die damals bekannten Erdteile symbolisieren. Ein beflissener Sekret\u00e4r notiert offenbar alles Wissenswerte und ist umgeben von einem scheinbar ungeordneten Haufen von Utensilien des Beobachtens, Sammelns und Klassifizierens: B\u00fccher, Teleskop und Kompass, aber auch herumliegende Teile von R\u00fcstungen und aufgestapelte Kanonenkugeln geh\u00f6ren zum Ensemble.<a name=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Menschliche Troph\u00e4e und Schaust\u00fcck deutscher Zivilisierungsmission: Henry No\u00ebl<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach einem kurzen Besuch in Deutschland kehrte Rohlfs nach Afrika zur\u00fcck und durchquerte als einer der ersten Europ\u00e4er 1865-1867 Afrika von Tripolis durch die Sahara \u00fcber den Tschadsee und entlang des Niger bis zum heutigen Lagos am Golf von Guinea. In der libyschen Oasenstadt Murzuk behandelte er einen erkrankten Sklavenh\u00e4ndler. Obwohl Rohlfs keine nennenswerten medizinischen Kenntnisse besa\u00df, wurde der Mann gesund und \u00fcberlie\u00df Rohlfs am 25. Dezember 1865 einen etwa siebenj\u00e4hrigen Jungen, der vermutlich aus Bagirmi, einem Sultanat auf dem Gebiet des heutigen Tschad kurz zuvor verschleppt worden war. Rohlfs nahm ihn, dem er vorl\u00e4ufig den Namen No\u00ebl (frz. <em>Weihnachten<\/em>) gegeben hatte \u2013 \u201eFreitag\u201c aus Robinson Crusoe l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen &#8211; , mit auf seiner Durchquerung der Sahara, wo der Junge offenbar ihn und seinen anderen Begleiter in schwerer Krankheit unterst\u00fctzt hatte \u2013 daraufhin lie\u00df Rohlfs ihn auf den Namen Henry taufen. Ein Waisenkind, von dem nur der Vorname Abd el Faradj bekannt ist, wird Henry<a name=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> durch die Taufe eine neue Identit\u00e4t aufgezwungen. Aus seinem famili\u00e4ren und kulturellen Kontext sehr fr\u00fch gewaltsam entrissen, erf\u00e4hrt Henry durch den Mann, der ihn \u201egerettet\u201c oder in einem undurchsichtigen Handel erworben hat, keine menschenw\u00fcrdige Behandlung. Rohlfs wird ihn zwar sp\u00e4ter nach Deutschland bringen, die Verantwortung f\u00fcr seine Erziehung und eine neue Familie wird er jedoch schnell und gerne an andere abgeben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"727\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/rohlfs-noel-727x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/rohlfs-noel-727x1024.jpg 727w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/rohlfs-noel-213x300.jpg 213w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/rohlfs-noel-768x1081.jpg 768w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/rohlfs-noel.jpg 784w\" sizes=\"auto, (max-width: 727px) 100vw, 727px\" \/><figcaption>Unbekannter Autor, gemeinfrei <a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Gerhard_Rohlfs_und_Henry_Noel.jpg\">https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Gerhard_Rohlfs_und_Henry_Noel.jpg<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem hier gezeigten Bild wird Henry in einem phantastischen, an einen Zirkus erinnernden Kost\u00fcm mit den breiten goldenen Tressen und der orientalisch anmutenden Seidenhose als ein \u201eperfektes Accessoire\u201c f\u00fcr das im Fotostudio entstandene Portr\u00e4t Rohlfs\u2018 missbraucht. Dieser hatte sich inzwischen vom Fremdenlegion\u00e4r zum respektierten Gelehrten und erfolgreichen Vortragsreisenden gewandelt. Henry mit dem abwesenden, traurigen Blick vervollst\u00e4ndigt den mit exotischen Pflanzen versehenen Hintergrund die Selbstinszenierung des Portr\u00e4tierten, der damit seine \u201eExpertise\u201c durch einen lebendigen Beweis unterstreicht. Wenn Rohlfs auch als dezidierter Gegner des Sklavenhandels auftrat, perpetuierte er mit diesem Bild das bin\u00e4re Konstrukt von <em>Herrn und Diener<\/em>, was die Voraussetzung ist f\u00fcr eine Vorstellung von <em>wei\u00dfer \u00dcberlegenheit<\/em>. Rohlfs hatte damit nicht nur als einer der ersten (modernen) Europ\u00e4er die gesamte Sahara in mehreren Richtungen durchquert, es gelang ihm auch, dieses Image zu kultivieren und wurde daf\u00fcr gefeiert. In Berlin wurde er von K\u00f6nig Wilhelm I. von Preu\u00dfen empfangen und zum Ehrenmitglied der Berliner Gesellschaft f\u00fcr Erdkunde ernannt. Er erhielt die goldenen Medaillen der geographischen Gesellschaften von Paris und London.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"431\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karte-sahara.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-94\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karte-sahara.jpg 640w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/karte-sahara-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Karte der Sahara (gemeinfrei) https:\/\/picryl.com\/media\/map-from-quer-durch-afrika-reise-vom-mittelmeer-nach-dem-tschad-see-und-zum-484d39?zoom=true<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Henry No\u00ebl hatte, genau genommen, zweimal die Sahara durchquert, einmal als von Sklavenh\u00e4ndlern verschleppt von S\u00fcden nach Norden und einmal mit Rohlfs auf dessen Reise. Er begleitete Rohlfs nach Bremen und auf die Strafexpedition von Lord Robert Napier nach Abessinien. Nach Beendigung dieses Auftrags wurde Henry No\u00ebl durch Rohlfs Wilhelm I. in Bad Ems vorgestellt, seine Gattin Augusta nahm sich des Jungen an und versuchte ihn in das preu\u00dfische Schulsystem zu integrieren, was aber aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht gelang. Henry konnte schlie\u00dflich weder in Deutschland noch sp\u00e4ter in Afrika ein selbstbestimmtes Leben f\u00fchren. Zeit seines Lebens k\u00e4mpfte Henry No\u00ebl um die Anerkennung seines \u201eRetters\u201c und \u201eZiehvaters\u201c, eine Rolle, die Rohlfs jedoch nie annehmen wollte. Er starb am 16. Februar 1931 in einer Nervenheilanstalt im italienischen Ancona, wo er 52 Jahre lang gelebt hatte. Man kann ahnen, wie ihn die Verschleppung, Versklavung und Ablehnung von Rohlfs traumatisiert haben. Die Dehumanisierung durch Sklavendienst, Umbenennung und der Bruch mit Heimat, Familie und sozialem Umfeld in einem solch fr\u00fchen Alter, zudem die st\u00e4ndige Objektifizierung in Bild und Wort sind aufgrund der Quellenlage nicht direkt, aber indirekt durch seine psychischen Folgen und den Klinikaufenthalt belegt. Warum setzt Weimar hier eine nicht weiter kommentierte Gedenktafel f\u00fcr Rohlfs, nicht aber f\u00fcr Henry?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>In Weimar, \u201eDeutschlands heimlicher Kolonialhauptstadt<\/strong>\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Rohlfs verdiente inzwischen seinen Lebensunterhalt mit Vortragsreisen und heiratete 1870 die 19-j\u00e4hrige Auguste Leontine Behrens. Auf Empfehlung von Prinzessin Marie, einer Schwester des Gro\u00dfherzogs Carl Alexander, der \u201eeiner der st\u00e4rksten ideellen F\u00f6rderer der deutschen Afrikaforschung und sp\u00e4ter der deutschen Kolonialbestrebungen \u00fcberhaupt\u201c<a name=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> geworden war, lie\u00df sich das Paar vor\u00fcbergehend in Weimar nieder. W\u00e4hrend Rohlfs selbst viel auf Reisen war, teils f\u00fcr Vortr\u00e4ge, teils auch immer wieder in Afrika, nahmen er und seine Frau, die sehr gut Klavier spielte, durchaus am gesellschaftlichen Leben Weimars mit seinen zahlreichen musikalischen Events teil; eine besondere Freundschaft verband sie mit Franz Liszt bis zu dessen Tod 1887.<a name=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Um den rastlosen Reisenden, dessen Ausgaben seine Einnahmen aus Reisestipendien und Vortragshonoraren oft \u00fcberstiegen, zu halten, schenkte der Gro\u00dfherzog Rohlfs 1880 schlie\u00dflich das Grundst\u00fcck an der Belvederer Allee im Wert von 10 000 Mark, wo Familie Rohlfs die zweite \u201eVilla Meinheim\u201c bezog.<a name=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> Diese trug alle Z\u00fcge eines kolonialen \u201eMuseums\u201c, angef\u00fcllt mit allerhand \u201aMitbringseln\u2018. So beschreibt es der Zoologe Konrad Guenther, Rohlfs Neffe, in einer Romanbiographie, die es bis in die B\u00fccherregale von Karl May<a name=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> gebracht hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201e\u00d6ffnete sich die T\u00fcr, so sah sich der Eintretende einem riesigen ausgestopften Krokodil gegen\u00fcber, einem Geschenk Schweinfurths, das im Vorraum an der Wand hing, umgeben von anderen afrikanischen Merkw\u00fcrdigkeiten. [&#8230;] Die W\u00e4nde [im Esszimmer] waren mit afrikanischen Fellen behangen, darunter fielen ein L\u00f6wenfell und ein schwarzes Panterfell besonders auf. Letzteres hatte der Kaiser von Abessinien Rohlfs geschenkt und je ein anderes an Kaiser Wilhelm und Bismarck. Dazwischen hingen Bilder, so eines von Kaiser Wilhelm I., vom Gro\u00dfherzog von Weimar, ein Geschenk des F\u00fcrsten, dann verschiedene \u00d6lgem\u00e4lde, unter diesen ein vorz\u00fcgliches Brustbild von Schweinfurth und eines von Rohlfs selbst, gemalt von Bohnstedt. Auf dem Tische lag als Decke ein prachtvolles Ehrenkleid, von der K\u00f6nigin von Madagaskar dem Reisenden geschenkt.\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Allerdings hatte Rohlfs im Laufe seiner Reisen nicht nur Geschenke mitgebracht; die in unterschiedlichen Quellen durchaus widerspr\u00fcchlichen Berichte um die Eroberung und Pl\u00fcnderung der abessinischen K\u00f6nigsstadt Magdala durch die Briten 1868 endete in einem Ausverkauf und der Zerst\u00f6rung von unwiederbringlichen Kulturg\u00fctern. Auf welche Weise Rohlfs in den Besitz einer der K\u00f6nigskronen gekommen war, ist nie ganz klar geworden; jedenfalls entstanden durch die Schenkung an K\u00f6nig Wilhelm I und die Weitergabe an das <em>Museums f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> in Berlin derartige diplomatische Verwicklungen mit der britischen Krone, dass der Gr\u00fcndungsdirektor Adolf Bastian (1826-1905) in einem Brief an Rohlfs \u00e4u\u00dferte, \u201efroh [zu sein], dass sie wieder fort ist\u201c.<a name=\"_ftnref11\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> Weiterhin schickte er Sch\u00e4del aus den von ihm ge\u00f6ffneten Gr\u00e4bern in Dachel an den Pathologen und Anthropologen Rudolf Virchow<a name=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> und eine Reihe von M\u00fcnzen, die in die Sammlung der Universit\u00e4t Jena \u00fcbergingen, brachten ihm einen Ehrendoktortitel ein.<a name=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Unbekanntes Land zu bereisen und kartographieren war in der Zeit des entstehenden Kolonialismus ein erster Schritt hin zu seiner milit\u00e4rischen Unterwerfung. Wenn es in Deutschland staatlicherseits nur zaghaftes Bestreben nach realen Kolonien gab, gewann die Kolonialpropaganda im Laufe der 1870er Jahre allerdings zunehmend an \u00d6ffentlichkeitswirksamkeit. 1873 wurde die <em>Afrikanische Gesellschaft in Deutschland<\/em> gegr\u00fcndet, die in der geographischen Erkundung Afrikas kulturelles Kapital sah. So zitiert Rohlfs deren Gr\u00fcnder Bastian:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eNach der politischen Geltung eines Volks bemisst sich die H\u00f6he der Verpflichtungen, die ihm in L\u00f6sungen der Culturaufgaben obliegen. Seit Deutschland wieder den ihm geb\u00fchrenden Sitz im Rathe der Nationen eingenommen hat, muss es auch in der Pflege der Wissenschaft mehr noch wie fr\u00fcher voranstehen, ziemt es ihm vor allen, in der Leitung geographischer Unternehmungen, die neue Gegenden der Kenntniss gewinnen sollen, an die Spitze zu treten, denn solche Erwerbungen werden in der Geschichte unter dem Namen desjenigen Volks verzeichnet, das zuerst k\u00fchn und entschlossen sich die Bahn nach ihnen brach.\u201d<a name=\"_ftnref14\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Vorteilhaft wurde der Erwerb von Kolonien aus verschiedenen Gr\u00fcnden angesehen, insbesondere, weil Kolonien Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr deutsche Industriewaren, ein Auffangbecken f\u00fcr die deutsche Auswanderung bieten und die \u201esoziale Frage\u201c l\u00f6sen w\u00fcrde \u2013 die Arbeiter w\u00fcrden sich von der Sozialdemokratie abwenden und statt dessen an einem nationalen Projekt beteiligt werden. Nicht zuletzt habe aber Deutschland eine \u201eCultur-Mission\u201c: den Auftrag, seine angeblich \u00fcberlegene Kultur weltweit zu verbreiten. Rohlfs hatte eine sehr dezidiert positive Haltung zum deutschen Kolonialstreben und beteiligte sich an der Meinungsbildung dazu in seinen Vortr\u00e4gen und Artikeln.<a name=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt konnte sich Rohlfs trotz des gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Interesses an seinen Reisen nie beruflich etablieren, seine mangelnde Ausbildung, seine Sprunghaftigkeit und seine Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung erkannten auch seine Zeitgenoss*innen. Der H\u00f6hepunkt seiner Karriere als Konsul in Sansibar 1885, der Insel, die Bismarck f\u00fcr Deutschland sichern wollte, scheiterte an seinen pers\u00f6nlichen und diplomatischen Fehlern und er wurde bald zur\u00fcckgerufen. Er besuchte Afrika nicht mehr und starb 1896 in R\u00fcngsdorf bei Bonn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Pflege der Wissenschaft und L\u00f6sungen der Culturaufgaben <\/em>\u2013 wem n\u00fctz(t)en die Forschungsreisen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Rohlfs war bekannt aufgrund seiner Reisen, aber besonders wegen der faszinierenden Schilderungen seiner B\u00fccher wurden diese kolonialen Fantasien weiter gesch\u00fcrt. Sein Engagement zur Abschaffung der Sklaverei stimmte mit der allgemeinen Meinung in Europa \u00fcberein; in seinem pers\u00f6nlichen Umgang mit afrikanischen Menschen, insbesondere mit Henry zeigt er sich jedoch als von vorherrschenden rassistischen Theorien beeinflusst und stets \u00fcberzeugt von seiner und der europ\u00e4ischen \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber den Bewohner*innen der erforschten Region. Das Pl\u00fcndern von Kulturg\u00fctern und das Aufbrechen von Gr\u00e4bern zur \u201ePflege der Wissenschaft\u201c scheinen bei ihm ebenso wenig moralische Skrupel hervorgerufen zu haben wie auch beim Empf\u00e4nger der menschlichen \u00dcberreste Virchows, der Rohlfs 1883 den irritierenden wie kryptischen Satz ins Stammbuch schrieb: \u201eIst ein wei\u00dfer M** mehr wert als eine wei\u00dfe Schwalbe? [\u2026] Aber unsere Deszendenz-Lehrer haben mit mehr Eifer zu ergr\u00fcnden, von welcher Art von Weich- oder Gliedertieren wir abstammen, als festzustellen, ob unsere Vorfahren M** waren.\u201c<a name=\"_ftnref16\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Rohlfs\u2018 Durchquerung der Sahara, die ihm viel Ruhm und Ehre eingebracht hatte, war eine Leistung, die dort Tag f\u00fcr Tag von vielen Menschen vollbracht wurde; er konnte sich dabei auf die Erfahrungen seiner F\u00fchrer und nicht zuletzt die Geistesgegenwart des ihm \u201egeschenkten\u201c Jungen verlassen. Auch waren die meisten der von ihm durchwanderten Gebiete nicht unbekannt, er sammelte Proben und Informationen f\u00fcr andere und war daher weniger ein Afrikaforscher als eher ein \u201eZulieferer\u201c f\u00fcr andere Wissenschaftler ohne eigene Forschungst\u00e4tigkeit, denn daf\u00fcr fehlte ihm schlicht die Ausbildung <a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>. Bei der \u201eAfrikaforschung\u201c handelte es sich jedenfalls nicht um ein akademisches Fach, sondern um eine au\u00dferuniversit\u00e4re koloniale Kategorie. Sie suggeriert auch eine umfangreiche Bildung, die Rohlfs aber niemals hatte. Seine B\u00fccher lie\u00df er grundlegend von Dritten bearbeiten, da sie sonst nicht lesbar gewesen w\u00e4ren, was ihn auch gro\u00dfe Honoraranteile kostete.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Seine Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t Jena war nachweislich eine Entlohnung f\u00fcr die Aush\u00e4ndigung von M\u00fcnzen dubioser Herkunft und ebenfalls kein Garant f\u00fcr eine h\u00f6here Bildung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-96\" srcset=\"https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-300x225.jpg 300w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-768x576.jpg 768w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/decolonize-weimar.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IMG_1695-1440x1080.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Gedenktafel an der Belvederer Allee 19 (Foto der Autorin)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Seine Figur allerdings, seine fr\u00fche Selbstinszenierung als \u201eKenner Afrikas\u201c in der Kleidung der Eingeborenen, in Verbindung mit den lakonischen Schilderungen abenteuerlicher Reisen trafen einen Nerv von Generationen, vermittelt durch Karl May. Wenn der Romanschriftsteller vielleicht auch wenig aus Rohlfs Texten \u00fcbernimmt,<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> so bleibt der Eindruck, er h\u00e4tte sich diese phantastische Inszenierung des Rohlfs zum Vorbild einer seiner Hauptfiguren und <em>alter egos<\/em>, des Kara Ben Nemsi genommen. Mays popul\u00e4re Romane haben das deutsche kulturelle \u00dcberlegenheitsgef\u00fchl stark mitbestimmt.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sahara wird auch heute vielfach durchquert; besonders tragisch ist die allgegenw\u00e4rtige Todesgefahr f\u00fcr zahlreiche Fl\u00fcchtende, Frauen, M\u00e4nner und Kinder, die aus dem subsaharischen Afrika in die Maghreb-Staaten Marokkos, Algeriens und Libyens zu gelangen versuchen. Die Fluchtursachen sind vielf\u00e4ltig, jedoch h\u00e4ngen sie mit den Effekten der durch Forschungsreisende wie Gerhard Rohlfs vorbereiteten Kolonisierung Afrikas zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Villa von Gerhard Rohlfs in Weimar erinnert an Verschiedenes \u2013 an die Reisen und \u201eEntdeckungen\u201c <em>eines<\/em> Mannes, aber auch an die kolonialen Fantasien einer gesamten Nation, deren kultureller \u00dcberlegenheitsanspruch verantwortlich war f\u00fcr Massaker in Afrika \u2013 aber auch, letzten Endes, f\u00fcr Kriegsverbrechen und \u201eindustrielle\u201c Massent\u00f6tungen von Menschen, die nicht als Teil der \u201eVolksgemeinschaft\u201c angesehen wurden. Somit f\u00fchrt eine direkte Verbindung von der Belvederer Allee auch nach Buchenwald.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bolte, G\u00fcnter (2019): Gerhard Rohlfs. Anmerkungen zu einem bewegten Leben. 1. Auflage. Rotenburg: Edition Falkenberg.<\/li><li>Facius, Friedrich (1941): Carl Alexander von Weimar und die deutsche Kolonialpolitik 1850-1901. In: <em>Koloniale Rundschau <\/em>32 (6), S. 339\u2013353.<\/li><li>Geulen, Christian (2009): Blutsbr\u00fcder \u00dcber einige Affinit\u00e4ten bei Carl Peters und Karl May, S. 309\u2013339. Online verf\u00fcgbar unter https:\/\/www.karl-may-gesellschaft.de\/kmg\/seklit\/JbKMG\/2009\/309.pdf.<\/li><li>Gnettner, Horst (Hg.) (1996): Stammbuch des Bremer Afrikaforschers Gerhard Rohlfs. 60 Stammbuchbl\u00e4tter als Faksimiles. Museum Schloss Sch\u00f6nebeck. Bremen: Hauschild.<\/li><li>Guenther, Konrad (1912): Gerhard Rohlfs Lebensbild eines Afrikaforschers. Anhang von Rudolph Said-Ruete. Freiburg: Friedrich Ernst Fehsenfeld.<\/li><li>Lieblang, Helmut (1998): &#8222;\u2026Ben Nemsi, Nachkomme der Deutschen\u2026&#8220; Karl May und Gerhard Rohlfs. Analog und disparat. In: <em>Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft<\/em>, S. 293\u2013304. Online verf\u00fcgbar unter https:\/\/www.karl-may-gesellschaft.de\/kmg\/seklit\/JbKMG\/1998\/293.htm.<\/li><li>Merseburger, Peter (2004): Mythos Weimar. Zwischen Geist und Macht. 3. Aufl. M\u00fcnchen: Dt. Taschenbuch-Verl. (dtv, 30787).<\/li><li>o.A. (Hg.): Verzeichnis der Bibliothek Karl Mays.<\/li><li>Rohlfs, Gerhard (1873): Mein erster Aufenthalt in Marokko und Reise s\u00fcdlich vom Atlas durch die Oasen Draa und Tafilet. Bremen: Verlag von J. K\u00fchtmann\u2019s Buchhandlung.<\/li><li>Rohlfs, Gerhard (1881): Reise von Tripolis nach der Oase Kufra. Ausgef\u00fchrt im Auftrage der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland. Leipzig: F. A. Brockhaus.<\/li><li>Stagl, Justin (2002): Eine Geschichte der Neugier. Wien: B\u00f6hlau. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/www.oapen.org\/search?identifier=574816.<\/li><li>Virchow, R. (1874): K\u00f6pfe aus den Oasen Dachel und Siuah. In: <em>Verhandlungen der Berliner Gesellschaft f\u00fcr Anthropologie<\/em>, S. 121\u2013127.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endnoten<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Bolte 2019: 30.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Rohlfs 1873: 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Stagl 2002: 202.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Im Folgenden wird auf den dehumanisierenden ersten Namen No\u00ebl verzichtet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> So \u00fcberschreibt Merseburger 2004 ein Kapitel seines Buchs <em>Mythos Weimar<\/em>, S. 213-241.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Facius 1941: 351.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Bolte 2019: 101.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Bolte 2019: 131.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> o.A., Verzeichnis der Bibliothek Karl Mays: 11. Auch die meisten B\u00fccher von Rohlfs finden sich dort.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Guenther 1912: 265.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Bolte 2019: 82 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Virchow 1874.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Bolte 2019: 102 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Bastian nach Rohlfs, Rohlfs 1881.: 3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Bolte 2019: 161.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Gnettner 1996.: o.S.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Bolte 2019: 171.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Bolte 2019. 172.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Lieblang 1998 und Rohlfs 1873: 451.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Geulen 2009.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie waren Forschungsreisende am deutschen kolonialen Denken beteiligt? Isabella Schwaderer Bei Instagram ansehen Friedrich Gerhard Rohlfs (* 14. April 1831 in Vegesack b. Bremen; \u2020 2. Juni 1896 in R\u00fcngsdorf b. Bonn) war Afrikareisender und Schriftsteller. Nachdem er seinen Wohnsitz in den 1870er Jahren in Weimar genommen und seine erste Weimarer Villa Meinheim in der&hellip;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":5,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-79","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/79","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/79\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":615,"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/79\/revisions\/615"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/decolonize-weimar.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}